Ein gotisches Pfarrhaus aus dem 14. Jahrhundert – Pfarrhof

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Pfarrhof Adriach (Steiermark)

52963169Der Pfarrhof Adriach in der Steiermark befindete sich 90 km von der Gemeinde Pöls-Oberkurzheim entfernt.

Zu damaligen Zeiten war es häufig der Fall, dass Pfarrer als Pfarrherren bezeichnet wurden und daher erschien so mancher Pfarrhof wie ein kleines Schloss oder ein großer Gutshof. Dies geschah auch mit dem Pfarrhof in Adriach bei Frohnleiten in der Steiermark. Selbst heute imponierte der massive Bau durch seine Größe, wirkt aber ansonsten eher schmucklos und die einst frühzeitlichen prachtvollen Fassadenbemalungen sind beinahe vollständig verblasst. Das einzige schöne Zierelement, das an der Außenfade geblieben ist, ist ein Wappenstein, der auf 1444 datiert ist und das Wappen des damaligen Pfarrers zeigt: Stephan von Krumau.

Das Dokument des Stephan von Montfort

Über jene Person ist kaum Überlieferungen zu finden, jedoch hat sich ein interessantes Dokument erhalten, das Einblicke in die Nutzung des Hofes gab. Dabei handelt es sich um ein, von Graf Stephan von Montfort, dem damaligen Stadtherren von Bregenz, ausgestelltes Dokument – eine Stiftungsurkunde vom 23. April 1436. Frohnleiten besaß bis ins Spätmittelalter keine eigene Pfarrkirche, sondern war Adriach unterstellt, deswegen ist laut dieser von 1436 datierten Stiftungsurkunde Pfarrer Stephan von Krumanu dazu verpflichtet einen eigenen Kaplan für das Lesen der Messe in Frohnletien anzustellen. Er erhielt dafür jährlich 21 Pfund Pfennig Münzen, welche er als Besoldung für den Kaplan verwenden sollte. Darüber hinaus erhielt der Kaplan Gemach und Kost im Pfarrhof zu Adriach. Demzufolge muss es sich um einen relativ großen Pfarrhof gehandelt haben, der ebenfalls Dienstpersonal hatte.

Die Pfarrkirche von Murau

Die Murauer Pfarrkirche Hl. Matthäus liegt 4okm von der Gemeinde Pöls- Oberkurzheim entfernt, und wurde 1284 von Otto I. von Liechtenstein gestiftet und 1296 durch Bischof Heinrich von Lavant geweiht. Insgesamt befinden sich verschiedene Bauteile unterschiedlicher Epochen, vom 13. – 17. Jahrhundert in dem Gebäude dieser Pfarrkirche. Die Kirche verfügt über zwei unauffällige Kapellen aus der Zeit um 1640, dessen Portale zu spitzbogigen Hauptportalen des 13. Jahrhunderts mit den eleganten gotischen Merkmalen und dessen frühbarocke Vorhalle mit imposanten toskanischen Säulen verziert wurde. Darüber hinaus befindet sich eine spätgotische Lichtsäule in der Nähe der Vorhalle, die aus dem 15. Jahrhundert stammte.