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Archäologische Funde in Oberkurzheim

archae7In der Gemeinde Oberkurzheim gibt es im Birkachwald einen ehemaligen Galgen. Geschichtswissenschaftler und Archäologen haben begonnen nach historischen Überresten zu suchen.

Das Pölstal spielte bereits zum Ende der letzten Eiszeit eine große Rolle, denn in diesem Gebiet endeten die letzten Gletschermoräne und machten der weitläufigen Vegetation somit Platz.

In Oberkurzheim fand man steinzeitliche Relikte, die mehr Aufschluss über die geschichtlichen und geografischen Zusammenhänge boten, sodass die Geschichte dieses Gebiets zu interessanten Stätten des Mittelalters.

Das Hochgericht

Das Hochgericht ist bisher ein sehr vager und unerforschter Bereich, da es kaum, beziehungsweise keine Dokumentationen darüber gibt und insbesondere keine Dokumentationen über Hinrichtungen, keine Prozessakten oder Lebensgeschichten und eben jene Fragen sollen mit Versuchsgrabungen in Birkachwald und Analysen beantwortet werden. Durch eine Autopsie und anthropologische Untersuchung der menschlichen Überreste können Rückschlüsse auf Lebensumstände und Essgewohnheiten, sowie die Todesursache gemacht werden.

Die Verurteilungen im Mittelalter

Im finsteren Mittelalter herrschten raue Sitten, und für unterschiedliche Delikte, erwarteten die Übeltäter unterschiedliche Strafen. Bei kleineren Delikten wurden die Angeklagten am Pranger, einer Schandzeile, ausgestellt und mit Ruten gezüchtigt. Beim Begehen blutiger Delikte, ist er möglicherweise am Birkacher Galgen in Oberkurzheim gelandet. Andere wurden geköpft, gerädert, ertränkt oder verbrannt. Teilweise wurden der Strafvollzug verlängert, dadurch dass man Zusatzstrafen verhängt hat, z. B. auf dem Weg von Gericht zu Richtstätte mit glühenden Zangen zwicken, mit Ruten streichen oder auspeitschen.

Das Gerichtsverfahren

Die Rechtsprechung und Gerichtsverfahren waren dabei meist recht anders als die heutigen, aber dennoch ähnlich. Es gab feste Regelabläufe, eine Exekutive, Legislative und Judikative – ausführende, gesetzgebende und rechtsprechende Organe. In der Steiermark wurde das mit der 1575 verabschiedeten Landesgerichtsordnung geregelt, welche starke Anlehnung an die Regeln des Heiligen Römischen Reichs vorwies. Darüber hinaus fungierte das Landgericht als Kontrollmechanismus, sodass der Richter nicht willkürlich verfahren konnte und es gab eine Kontrolle durch die innerösterreichische Regierung.